Brücken für Gomel

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Satzung

der Verein

Brücken für Gomel e.V
Wege ins Morgen

Präambel


     
20 Jahre sind seit dem Reaktorunglück im ukrainischen Tschernobyl im Jahr 1986 vergangen.
     
20 Jahre voller Not, Krankheit und Kampf mit den Belastungen, denen viele unbeteiligte Menschen
     
in Weißrußland und der Ukraine ausgesetzt waren und vielfach noch sind.
     
Aber auch 20 Jahre voller Lebenswillen, Aufbruch und Trotz des Schreckens sind vorüber.
     
Vieles hat sich getan. Dennoch kämpfen heute immer noch viele Menschen im weißrussischen
     
Gebiet Gomel mit den Spätfolgen der Katastrophe. Damals war diese Region mit am stärksten
    
betroffen von dem Niedergang des radioaktiven Fallout, und so gibt es auch heute noch trotz
     
vieler erfreulicher Tendenzen und Entwicklungen Menschen, die unverschuldet unter den Auswirkungen
    
des Unglücks zu leiden haben.
     
Auf Hilfe und Unterstützung zu hoffen, ist das Recht dieser Menschen.
     
Hilfe und Unterstützung zu gewähren ist die Pflicht eines jeden, der dazu imstande ist, und soll
     
die Aufgabe dieses Vereines sein.

§ 1
Name und Sitz

(1) Der Verein führt den Namen
                                                 “Brücken für Gomel e.V.
                                                        Wege ins Morgen“
     
und ist eine überregionale, überkonfessionelle und überparteiliche Organisation mit Sitz in
     
Wietzendorf. Er wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Lüneburg eingetragen und
     
nimmt seine Tätigkeit mit Verabschiedung dieser Satzung durch die konstituierende Mitgliederversammlung
     
auf.
(2)
Für Vorgänge, die im Folgenden keine Erwähnung finden, gelten die allgemeinen Bestimmungen
     
des BGB.

§ 2
Zweck

(1) Der Verein ist selbständig tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige
     
Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
     
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch
     
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(2)
Zweck des Vereins ist die Unterstützung und Förderung junger Menschen im Gebiet Gomel,
     
Weißrußland. Hierbei geht es um die Unterstützung von sozialen und überkonfessionellhumanitären
     
Einrichtungen, von Einrichtungen zur Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur
     
sowie Jugendhilfe. Die Fördermaßnahmen werden in Form von durch die Mitgliederversammlung
     
beschlossenen Projekten durchgeführt.
    
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:
 
a) Förderung der von der katholischen Kirche in Gomel bereits begonnenen Errichtung eines
     
Kinderfamiliendorfes, in dem 60 behinderte Kinder aufgenommen und betreut werden,
     
wobei die Entwicklung der jungen Menschen zur Selbständigkeit im Vordergrund
     
steht,
 
b) Förderung der Ausbildung der Studenten des Instituts für Germanistik an der Universität
     
„Franziska Skarina“ in Gomel,
 
c) Unterstützung von Schulen im Primar- und Sekundarbereich bei der Aus- und Weiterbildung
     
von Schülern und Lehrkräften.
(3) Der Verein verfolgt weder eigenwirtschaftliche noch gewinnorientierte Zwecke. Mittel des
    
Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten
    
keinerlei Zuwendungen aus Mitteln des Vereines.
(4) Tätigkeiten oder Ämter, die im Rahmen der Vereinsarbeit übernommen werden, sind ehrenamtlich
     
und werden nicht aus Vereinsmitteln vergütet. Für Aufwendungen, die mit der Übernahme
     
eines Amtes in Verbindung stehen, kann vom Verein im Rahmen des § 670 BGB
     
ein pauschaler Aufwendungsersatz beschlossen werden. Im übrigen werden materielle Aufwendungen,
     
die im Auftrag für den Verein entstehen, gegen Vorlage der Belege erstattet.

§ 3
Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins können alle natürlichen oder juristischen Personen werden, soweit sie
     
ihren Beitritt erklärt haben.
(2) Die Mitgliedschaft erlischt
 
a) durch Austritt
     
Der Austritt aus dem Verein ist für Mitglieder nur zum Schluß eines Haushaltsjahres und
     
unter Wahrung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten möglich. Die Kündigung ist schriftlich
     
dem Vorstand gegenüber zu erklären.
 
b) durch Tod
 
c) durch Ausschluß
     
Der Ausschluß eines Mitgliedes ist nur aus wichtigem Grunde möglich und Bedarf eines
     
vorherigen Fehlverhaltens desselben Mitgliedes, das der Arbeit des Vereins oder dessen
     
Ansehen entgegenwirkt oder gar Schaden zufügt. Der Ausschluß bedarf eines Beschlusses
     
des Vorstandes. Hiergegen ist die Berufung in der Mitgliederversammlung möglich.

§ 4
Beiträge und Spenden

(1) Die Mitglieder leisten ihren Jahresbeitrag in der Höhe, die die Mitgliederversammlung beschließt.
     
Der Beitrag ist bis zum Ende des ersten Quartals des laufenden Jahres fällig. Jedes
     
Mitglied kann seinen persönlichen Beitrag nach eigenem Ermessen erhöhen.
(2)
Der Mindestbeitrag für Schüler, Auszubildende und Studenten beträgt 50 % des Mindestbeitrags
     
gemäß § 4 Abs.1.
(3)
Die erfolgreiche Realisierung der verschiedenen Projekte hängt wesentlich vom Spendenaufkommen
     
ab. Spenden können von den Mitgliedern bei geeigneten Personen, Firmen oder
     
Institutionen erbeten werden oder im Rahmen von initiierten Benefiz-Veranstaltungen eingenommen
     
werden.
(4)
Nicht für bestimmte Projekte zweckgebundene Geld- oder Sachspenden kann der Verein im
     
Sinne seiner Zwecke gemäß § 2 Abs. 2 und für die Vereinsarbeit einsetzen.

§ 5
Mitgliederversammlung

(1) Jedes Vereinsmitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht ist nur persönlich auszuüben.
(2)
Die Mitgliederversammlung wird einmal jährlich im ersten Quartal des Kalenderjahres und
     
darüber hinaus so oft vom Vorstand einberufen, wie dieses der Vorstand oder mindestens
     
ein Viertel der Mitglieder für notwendig halten. Die Einladung muß entweder schriftlich
     
bzw. per E-Mail unter Angabe der Tagesordnung mindestens 20 Kalendertage vor der Sitzung
     
den Mitgliedern zugegangen sein.
     
Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
(3)
Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle Fragen von grundsätzlicher Bedeutung,
     
die mit den Vereinsprojekten gem. § 2 Abs. 1-4 in Zusammenhang stehen.
     
Sie ist zuständig für die Entlastung des Vorstandes.
     
Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand für die Dauer von 3 Jahren. Sie wählt darüber
     
hinaus jährlich einen Kassenprüfer und einen Stellvertreter, die dem Vorstand nicht
     
angehören dürfen. Wiederwahl des Vorstandes und der Kassenprüfer ist zulässig.
(4)
Die Aufnahme von Projekten und deren Beendigung werden durch einfache Mehrheit der
     
Mitgliederversammlung beschlossen.
(5)
Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder.
     
Über Satzungsänderungen darf nur dann entschieden werden, wenn dies Bestandteil der
     
Tagesordnung war und mindestens 60 % der Vereinsmitglieder zur Versammlung erschienen
     
sind. Liegt die Zahl der erschienenen Mitglieder darunter, kann die Satzungsänderung
     
nicht beschlossen werden. In diesem Fall kann eine erneute Mitgliederversammlung einberufen
     
werden, in der dann die Satzungsänderung mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden
     
Mitglieder beschlossen werden kann. Auf diese Tatsache ist in der erneuten Einladung hinzuweisen.
(6)
Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung wird ein Protokoll gefertigt, das von einem
     
der Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen und von der nächsten Mitgliederversammlung
     
zu genehmigen ist.

§ 6
Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus bis zu 7 Mitgliedern:
     
dem ersten und zweiten Vorsitzenden,
     
dem ersten und zweiten Schatzmeister
     
dem Schriftführer
     
sowie bis zu zwei Beisitzern.
     
Alle Mitglieder werden direkt von der Mitgliederversammlung gewählt und haben bei den
     
Sitzungen eine Stimme. Scheidet ein Mitglied aus, wählt der Vorstand für den Rest der
     
Wahlperiode ein Ersatzmitglied, das von der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt
     
werden muß.
(2)
Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereines, soweit nicht die Mitgliederversammlung
     
zuständig ist. Er ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der von der Mitgliederversammlung
     
verabschiedeten Projekte. Er ist mit einfacher Mehrheit beschlussfähig,
     
wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Vorstandssitzungen sind mit einer
    
Frist von 10 Tagen unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuberufen.
(3)
§ 2 Abs. 4 gilt entsprechend.
(4)
Der Vorstand ist verpflichtet, der Mitgliederversammlung einen Jahresbericht über seine
     
Tätigkeit einschließlich einer Jahresrechnung für das abgelaufene Kalenderjahr vorzulegen.

§ 7
Geschäftsführender Vorstand

     Der geschäftsführende Vorstand im Sinne des § 26 BGB vertritt den Verein nach außen. Vertretungsberechtigt
     
ist der erste Vorsitzende gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden oder einer
     
der beiden Vorsitzenden gemeinsam mit einem der Schatzmeister.

§ 8
Beiräte und Delegationen

(1) Der Vorstand kann zur fachlichen Beratung Beiräte berufen. Ebenso kann er zur Unterstützung
     
seiner Arbeit Delegationen einsetzen, die für den Verein mögliche neue Aufgaben vor
     
Ort sichten und bewerten.
(2)
Die Anzahl der Beiräte und Größe der Delegationen wird vom Vorstand festgelegt. Angehörige
     
dieser Arbeitsgruppen können auch vereinsexterne Personen sein, es muß jedoch mindestens
     
ein Vorstands- oder Vereinsmitglied darin vertreten sein.
(3)
§ 2 Abs. (4) gilt entsprechend.

§ 9
Reise- und Transportkosten im Rahmen der geförderten Projekte gem. § 2 Abs. 2

     Der Verein übernimmt Visa, Versicherungs- und ggf. Fahrtkosten für diejenigen Personen, die
     
im Rahmen von Fördermaßnahmen von Gomel nach Deutschland reisen. Die Unterbringung in
     
Deutschland wird privat organisiert.

§ 10
Haushaltsjahr

     Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 11
Auflösung

(1) Die Einleitung eines Auflösungsverfahrens des Vereines ist nur möglich, wenn über einen
     
Zeitraum von mindestens 24 Monaten keine projektorientierte Arbeit mehr nachzuweisen
     
oder möglich ist und bedarf einer Dreiviertelmehrheit der Stimmen der in der Mitgliederversammlung
     
anwesenden Mitglieder, sofern mindestens 60 % der Vereinsmitglieder zur Versammlung
     
erschienen sind. Liegt die Zahl der erschienenen Mitglieder darunter, kann die
     
Einleitung des Auflösungsverfahrens nicht beschlossen werden. In diesem Fall kann eine
     
erneute Mitgliederversammlung einberufen werden, in der dann die Einleitung des Auflösungsverfahrens
     
mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden
     
kann. Auf diese Tatsache ist in der erneuten Einladung hinzuweisen.
(2)
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen
     
des Vereins an die Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in der Evangelischlutherischen
     
Landeskirche Hannovers, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige
     
Zwecke zu verwenden hat.

§ 12
Schlußbestimmung

      Diese Satzung wurde am 23.Juni 2006 in der konstituierenden Sitzung beschlossen und tritt am
     
Tag der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

                
Dr. Günter Lippke                                                 Josef Lorenz
                
(1. Vorsitzender)                                                (2. Vorsitzender)

                  
Inge Walter                                                        Frido Schlüter
              
1.Schatzmeister                                                   2. Schatzmeister

               
Astrid Lippke
               
Schriftführer

           
Weitere Gründungsmitglieder:
                   
Regine Euhus
                 
Wolfhard Lippke
                 
Elisabeth Lorenz                                                   nach oben

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