Brücken für Gomel

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Beschreibung

Projekte > Kinderdorf

Belarus hat durch den Zusammenbruch der Sowietunion seine wichtigsten Absatzmärkte verloren mit katastrophalen Folgen für die gesamte Volkswirtschaft. So leben etwa 50% der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Das Land zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Das soziale Netz ist entsprechend schwach entwickelt. Besonders betroffen sind Menschen mit Behinderungen.

Gomel ist mit 500 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Belarus. Sie liegt etwa 70 km von Tschernobyl entfernt, war am schwersten direkt von der Reaktor-Katastrophe betroffen und leidet noch heute unter der verbliebenen Strahlenbelastung, die zu einem signifikanten Anstieg von Behinderungen bei Neugeborenen geführt hat und noch führt.

Wenn diese behinderten Kinder dann noch Waisen oder Sozialwaisen sind, haben sie es in Weißrussland besonders schwer: fördernde Betreuungseinrichtungen gibt es praktisch nicht, die Kinder werden in staatlichen Heimen nur mit dem Nötigsten versorgt. Zwischen 200 und 300 Kinder leben in den großen Heimen, in denen oft  im Winter die Heizungen nicht funktionieren, weil kein Geld für die Reparatur da ist. Aus Geldmangel wird oft am Essen gespart und dringend notwendige Medikamente können nicht beschafft werden. Neben der finanziellen Not ist das Schlimste die Grundeinstellung gegenüber diesen Kindern. Sie gelten als Belastung in der Familie und der Gesellschaft und werden einfach weggesperrt oder im Bett liegen gelassen, ohne irgendeine Therapie.

Benediktinerinnen aus Polen und Schwestern der Kongregation der Mutter Theresa arbeiten seit etlichen Jahren vor Ort für diese Kinder. Aber sie benötigen bessere Bedingungen für eine noch erfolgreichere Arbeit, bei der die soziale Entwicklung der jungen Menschen ebenso wichtig ist wie die grundlegende Voraussetzung, ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Die katholische Kirche in Gomel und die Caritas Gomel haben 2004 mit Unterstützung von Renovabis Deutschland,und Caritas Linz sowie dem östereichischen Unternehmer-Ehepaar Heinz und Doris Allgäuer in einem Außenbezirk von Gomel auf einem ca. 4 ha großen Grundstück - ganz in der Nähe des hochmodernen Zentrums für Schilddrüsenerkrankungen (Strahlenschäden!) - mit der Planung und dem Bau eines Kinderfamiliendorfes für 60 behinderte Kinder - z.T Waisen oder Sozialwaisen  - begonnen. Die Stadt Gomel hat das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt und die Finanzierung der laufenden Betriebskosten nach Fertigstellung zugesagt.

Das Kinderdorf wird aus fünf Häusern für die Gruppenfamilien (je 12 Kinder und 1 Ordensschwester als "Familienmutter"), einem Wirtschaftsgebäude, einem Schwesternhaus, einer Kapelle, Reha-Zentrum sowie Werkstätten und Unterrichtsräumen bestehen. Damit werden alle wesentlichen Einrichtungen für die Betreuung dieser Kinder vorhanden sein. Entsprechend ausgebildetes und qualifiziertes Personal wird ebenso zur Verfügung stehen.

Ein Haus für eine Gruppenfamilie hat eine Nutzfläche von ca 350 m2 und besteht aus einem Aufenthalts- und Speiseraum, Schlafräumen für die 12 Kinder, einem Zimmer für die Familienmutter und den notwendigen Gemeinschafts- und Sanitär-einrichtungen.

Die ursprünglich kalkulierten Kosten für das Haus einer Gruppenfamilie betrugen ca. 100.000 Euro; bei einer Nutzfläche von ca. 350 m2 ergeben sich Baukosten von knapp 300 Euro pro m2. Für die Inneneinrichtung wurden dann nochmal ca. 35.000 Euro geschätzt. Inflationsbedingt sind die Preise inzwischen erheblich gestiegen.

Die vorhandenen Mittel reichen jedoch bei weitem nicht aus, das Projekt fertig zu stellen. Unser Ziel ist es, Mittel zu beschaffen indem wir um Spenden bitten und Benefizveranstaltungen  organisieren und durchführen. Auch wenn wir nicht die Summen aufbringen können, die von den oben genannten Spendern zur Verfügung gestellt werden, leisten wir einen erwähnenswerten Beitrag zur Realisierung des Gesamtprojektes, an dem auch Italienische Sponsoren beteiligt sind. In Deutschland gibt es mehrere kleine Organisationen, die sich in ähnlichem Umfang wie wir beteiligen..

Über den Baufortschritt können Sie sich
hier informieren .   


    Kinder wie dieser Junge würden gern zu einer Gruppenfamilie gehören,
    wenn genügend Heimplätze zur Verfügung stünden.

    Unser  Ziel ist es deshalb, Mittel zu beschaffen und so den Bau des
    Kinderdorfes zu unterstützen. Dazu bitten wir um Spenden und
    organisieren Benefiz-Veranstaltungen.

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