Brücken für Gomel

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Bericht über die Einweihung

Projekte > Kinderdorf > Einweihung

Juli 2011

Es ist geschafft!

Der erste Bauabschnitt des Dorfs für 60 behinderte Kinder, z.T. Waisen oder Sozialwaisen, in Gomel/Weißrussland wurde am 14. Mai 2011 feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.
Die Kinder im Alter bis zu 18 Jahren, die in diesem Kinderdorf aufgenommen werden, kommen auf Grund von genetischen Schäden infolge der radioaktiven Strahlung des Fallout nach der Tschernobyl-Katastrophe behindert zur Welt.


Die Bauherrin des Dorfes, die Caritas Gomel, hat alle Menschen eingeladen, die sie bei diesem Projekt unterstützt haben. Prälat Slawomir Laskowski, Pfarrer von Gomel und Leiter der Caritas Gomel  freute sich begrüßen zu können

  • den Weihbischof der Diözese Minsk, Exzellenz Kasimir Velikoselez OP
  • Herrn Maljtschuck Leonid Nikolaewitsch, Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für
    Arbeit, Beschäftigung und Soziales des Bezirks Gomel.  
  • die Direktoren der Caritas Weißrussland und Vertreter der Kirche
  • die vielen Sponsoren aus Deutschland, Österreich und Italien sowie lokale Spender
  • die neue Leiterin des Kinderdorfs und die polnischen Ordensschwestern
  • eine Gruppe von Kindern aus dem Kinderheim Retschitza, aus dem auch 6 Kinder im Kinderdorf
    wohnen werden


Unser Verein war durch den 1. Vorsitzenden und seiner Ehefrau vertreten (satzungsgemäß ohne Erstattung der Reisekosten).

Die Feier begann mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Gomel. Anschließend trafen sich die über 80 Teilnehmer im Kinderdorf.

Prälat Laskowski betonte in seiner Festrede, dass es das oberste Ziel dieses Dorfes ist, die behinderten Kinder in einer angenehmen Umgebung mit modernen pädagogischen Methoden bestmöglich zu fördern.  Dieses Dorf soll ein Modell-Projekt für Weißrussland sein.
Als Dank überreichte er den Sponsoren ein Bild des neuen Kinderdorfes.

Weihbischof Kasimir Velikoselez OP bedankte sich bei den polnischen Ordensschwestern für ihren zukünftigen Einsatz, denn durch die Liebe der Schwestern zu den behinderten Kindern werde die Liebe Gottes spürbar.
Anschließend hat er das Kinderdorf gesegnet.

Das Kinderdorf (1. Bauabschnitt) besteht aus
  • einem zentralen Wirtschaftsgebäude mit Küche, Speiseraum, Wäscherei
  • einem Schwesternhaus
  • fünf Gruppenfamilienhäusern
  • Außenanlagen einschließlich Garten

Die Gebäude sind außen und innen fertig gestellt und ausgestattet (siehe Fotos). Aber es fehlt noch an Inneneinrichtung, Betten, Wäsche und Kleidung für die Kinder sowie Geschirr und Besteck und natürlich auch an Spielzeug und Lernmaterial für Behinderte.

Das Projekt hat insgesamt 2,9 Mio. € gekostet. Die Stadt Gomel hat Caritas das Grundstück von 4 ha kostenlos überlassen. Die Herstellkosten wurden von Sponsoren bezahlt. Wir konnten € 58.000 beitragen.

Die Stadt Gomel trägt die Personalkosten und die laufenden Betriebskosten; aber nur in der gleichen Höhe wie für staatliche Kinderheime. Wir erwarten daher, dass das Kinderdorf weiterhin auch von den Sponsoren unterstützt werden muss, wenn es seine hohen Betreuungsziele realisieren will.

60 Kinder werden in fünf Familiengruppen in diesem Dorf leben. Sie sollen umfassend betreut und in ihrer Entwicklung gefördert werden. 37 Kinder kommen aus dem Kinderheim Schurawitschi (in diesem Heim haben die polnischen Schwestern seit vielen Jahren mitgearbeitet und viele Veränderungen bewirkt), 11 aus dem Kinderheim „Haus für Kinder“ in Gomel (die behinderten Kinder, die hier wohnen, sind  von 0 bis 4 Jahre alt) und 12 behinderte Jugendliche aus dem Kinderheim Retschitza (sie müssten sonst in ein völlig überfülltes staatliches Altenheim).

Insgesamt werden im Kinderdorf etwa 75 Personen beschäftigt sein.
Dazu gehören

  • Die polnischen Schwestern vom Orden der Benediktinerinnen-Samaritanerinnen.
    Sie leiten die Betreuung und sind die „Mütter“ der Gruppenfamilien.
  • Frau Dolgopolowa Galina Iwanowna wurde zur Direktorin bestellt.
    Sie ist Ärztin und Spezialistin für spezielle Therapieangebote
  • Pädagogen/-innen und Helfer/-innen
  • Mitarbeiter/-innen in der Küche / Waschküche / Reinigung / Verwaltung
  • Hausmeister und Wachpersonal

Der zweite Bauabschnitt soll innerhalb der nächsten 12 Monate begonnen werden. Es soll ein Betreuungszentrum entstehen mit Räumlichkeiten, in denen Tagesbetreuung und ambulante Therapiemöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen angeboten werden, damit mehr Kinder in den Familien bleiben können. Geplant sind auch Werkstätten für junge Erwachsene, ein Mehrzweckraum (Bewegung, Veranstaltungen) und eine Kapelle.
Die Versorgung dieser Kinder ist mit dem bereits vorhandenen Wirtschaftsgebäude möglich.

Der Verein „Brücken für Gomel“ wird sich nach seinen Möglichkeiten auch an diesem zweiten Bauabschnitt beteiligen.

Im Caritas-Kinderdorf Gomel kann die Qualität der Betreuung nur dann besser sein als in staatlichen Heimen, wenn die Sponsoren aus dem Ausland mithelfen! Denn nur dann kann gesundes, vitaminreiches Essen gekocht werden, können die notwendigen Medikamente und Heilhilfsmittel gekauft werden, und nur mit Hilfe aus dem Ausland kann die pädagogische Qualität gesichert werden – mit den entsprechenden Materialien und der entsprechenden Ausbildung der Mitarbeiter/-innen.

Es gibt also noch viel zu tun für die behinderten Kinder in Gomel. Sie warten auch auf unsere Hilfe!  Bitte, helfen Sie mit durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verein und durch Ihre Spende.

Der Verein „Brücken für Gomel“ darf aufgrund der vom Finanzamt Soltau anerkannten Gemeinnützigkeit Spenden-Quittungen ausstellen. Spenden können auf das Konto Nr. 263632 bei der Kreissparkasse Soltau, BLZ 258 516 60, eingezahlt werden.

                     
Josef Lorenz

Fotogalerie







Counter
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü